Physische Welt
Spatial Computing
Spatial Computing verankert digitale Inhalte im realen Raum - die Dimension von Web4, die die EU-Definition besonders stark betont.
Spatial Computing bezeichnet Systeme, die digitale Inhalte im realen Raum verorten und mit ihm interagieren lassen - Augmented Reality, Mixed Reality, dreidimensionale Umgebungen und die dazugehörige Sensorik.
Die Europäische Kommission stellt genau diese Dimension in den Mittelpunkt ihrer Web4-Definition: eine Generation des Webs, in der reale und digitale Objekte und Umgebungen integriert sind und miteinander kommunizieren.
Aus Sicht der Agentenökonomie ist das eine wichtige, aber nicht die ganze Geschichte. Räumliche Darstellung ist eine Schnittstelle für Menschen. Die eigentliche Web4-Verschiebung liegt darin, dass Software eigenständig handelt - mit oder ohne räumliche Oberfläche.
Beide Lesarten treffen sich dort, wo ein Agent den Raum nicht nur darstellt, sondern in ihm etwas auslöst.
Warum sich die beiden Web4-Lesarten nicht widersprechen
Die europäische Definition und die Agentenökonomie werden oft als konkurrierende Deutungen dargestellt. Praktisch beschreiben sie unterschiedliche Enden desselben Vorgangs: die eine, wie digitale Information in den Raum kommt, die andere, wer im Raum handelt.
Interessant wird die Verbindung dort, wo eine räumliche Oberfläche nicht nur anzeigt, sondern auslöst - etwa wenn ein Techniker im Gebäude eine Anlage sieht, deren Zustand aus dem Digital Twin stammt, und der Agent im selben Schritt Ersatzteil und Termin veranlasst.