Daten

Knowledge Graph

Ein Knowledge Graph verknüpft Entitäten und ihre Beziehungen strukturiert, sodass Maschinen Bedeutung auswerten können statt nur Text zu lesen.

Ein Knowledge Graph bildet Dinge und ihre Beziehungen zueinander strukturiert ab - nicht als Fließtext, sondern als auswertbares Netz aus Entitäten, Eigenschaften und Verbindungen.

Ein Mensch liest die Zeile "Doppelzimmer, 270 Euro, Frühstück inklusive, Check-in ab 15 Uhr" und versteht sofort, worum es geht. Eine Maschine braucht dieselbe Information als Felder: Produkt, Preis, Währung, Datum, Leistungsumfang, Stornofrist.

Je mehr Agenten am Web teilnehmen, desto stärker verschiebt sich der Wert einer Website von der Darstellung zur Struktur. Was maschinell nicht auswertbar ist, wird von Agenten nicht berücksichtigt - auch dann nicht, wenn es auf dem Bildschirm gut aussieht.

Strukturierte Daten, Ontologien und Knowledge Graphs sind deshalb keine Altlast aus der Semantic-Web-Diskussion, sondern die Bedingung dafür, dass Agenten ein Angebot überhaupt vergleichen können.

Was das für die eigene Website bedeutet

Die praktische Konsequenz ist unbequem: Ein Großteil der Informationen auf Unternehmensseiten steht in Fließtext, Bildern oder PDF-Dokumenten. Für Menschen ist das gut lesbar, für einen Agenten weitgehend wertlos.

Der Einstieg ist deshalb kein Ontologie-Projekt, sondern strukturierte Daten an den Stellen, an denen Entscheidungen getroffen werden: Leistungen, Preise, Verfügbarkeiten, Bedingungen, Kontaktwege. Wer diese Felder maschinenlesbar bereitstellt, kommt in die Auswahl - wer sie nur schön darstellt, nicht.